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Sichtbarmachung autochthoner Volksgruppen im Parlament gelungen – 2026 wird Schlüsseljahr für Volksgruppenpolitik und Gesetzesnovelle

  • OEVZ
  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Stunden


Wien | Bécs | Dunaj | Beč | Viedeň | Vídeň | Betschi, 8. Jänner 2026

 

Mit der feierlichen Eröffnung der Ausstellung „wir sind demokratie“ im Parlament ist ein bedeutender Schritt zur verstärkten Sichtbarmachung der autochthonen Volksgruppen Österreichs gelungen. Die heutige Veranstaltung, getragen von Walter Rosenkranz, Präsident des Nationalrates, Markus Stotter, Präsident des Bundesrates, Peter Haubner, Zweiter Präsident des Nationalrates, und Doris Bures, Dritte Präsidentin des Nationalrates, setzt ein starkes öffentliches Signal: Das Parlament wird sich im Jahr 2026 intensiv mit der Weiterentwicklung der Volksgruppenpolitik und insbesondere mit der Novellierung des Volksgruppengesetzes von 1976 befassen.


50 Jahre Volksgruppengesetz – ein Jubiläum als Auftrag für die Zukunft

Das Jahr 2026 steht ganz im Zeichen eines historischen Meilensteins: Vor 50 Jahren, am 7. Juli 1976, wurde das Volksgruppengesetz beschlossen. Dieses Jubiläum wird genutzt, um die Bedeutung der autochthonen Volksgruppen für Österreichs Geschichte, Kultur und demokratische Entwicklung sichtbar zu machen und gleichzeitig notwendige Reformschritte einzuleiten.


Das Österreichische Volksgruppenzentrum begrüßt ausdrücklich, dass das Parlament dieses Jubiläumsjahr zum Anlass nimmt, eine umfassende Modernisierung des Volksgruppengesetzes anzustreben. Die gesellschaftlichen Realitäten haben sich seit 1976 grundlegend verändert – insbesondere im Bereich Bildung, Medien, Urbanisierung und Minderheitenschutz. Eine zeitgemäße Gesetzgebung muss diesen Entwicklungen Rechnung tragen.


Bildung als Schlüssel: Vom Kindergarten bis zur Matura – auch im urbanen Raum außerhalb des autochthonen Siedlungsgebietes


Besonders hervorzuheben ist, dass die heutige Veranstaltung die Bedeutung eines durchgängigen Bildungssystems für Volksgruppen – vom Kindergarten bis zur Matura – auch im urbanen Bereich sichtbar macht und vom Parlamentspräsidenten Rosenkranz besonders hervorgehoben wurde. Während Volksgruppen traditionell in ihren angestammten Regionen verankert sind, leben heute viele Angehörige in Städten wie Wien oder Graz.

 

Ein modernes Volksgruppengesetz muss daher sicherstellen, dass sprachliche und kulturelle Bildung nicht an geografische Grenzen gebunden bleibt, sondern überall dort möglich ist, wo Volksgruppenangehörige leben. Die Sichtbarmachung im Parlament unterstreicht diesen Anspruch und schafft Bewusstsein für die Notwendigkeit neuer Bildungsmodelle, urbaner Sprachzentren und digitaler Angebote.


„wir sind demokratie“ – ein verbindendes Sujet im Herzen des Parlaments


Die Ausstellung im Auditorium des Parlaments, kuratiert von Univ.-Prof. MMag. DDr. Jürgen Pirker, führt Besucherinnen und Besucher durch zentrale Themenbereiche der Volksgruppen: Sprache, Bildung, Kultur, Rechte und gemeinsame Geschichte.

Ausgehend vom Infoterminal der Agora spannt sich der Weg über das Auditorium, Medientische mit wichtigen historischen Ereignissen, die Wandstation „Unsere Stimmen“, den Aktivbereich der Agora bis hin zur Bibliothek und dem Parlamentsshop. Das verbindende Sujet „wir sind demokratie“ schafft eine klare gesellschaftspolitische Klammer und macht sichtbar, dass Volksgruppen integraler Bestandteil der österreichischen Demokratie sind.


Auch im Demokratikum – Erlebnis Parlament – wird die Rolle von Minderheiten und Volksgruppen in der österreichischen Geschichte multimedial aufgegriffen und vertieft. Es sind weitere Veranstaltungen zum Thema „Autochthone Volksgruppen in Österreich“ angelkündigt worden.


Stimme des Österreichischen Volksgruppenzentrums


„Die heutige Sichtbarmachung im Parlament ist mehr als ein symbolischer Akt – sie ist ein demokratiepolitisches Versprechen. 2026 wird ein entscheidendes Jahr für die Zukunft der Volksgruppen in Österreich. Wir begrüßen, dass das Parlament die Modernisierung des Volksgruppengesetzes aktiv aufgreift und die Bedeutung eines durchgängigen Bildungssystems – auch im urbanen Raum – anerkennt. Die Volksgruppen sind ein lebendiger Teil unserer Demokratie. Ihre Stimmen gehören gehört, gesehen und gestärkt. Weiters begrüßen wir, dass es noch weitere Veranstaltung im Jahr 2026 zum Thema Volksgruppen geben wird.“


Photos: @Parlamentsdirektion/​Johannes Zinner


Photos: @ÖVZ - Josef Buranits/Harald Ladich



weitere Fotos unter:


Im Parlament ausgestellt:


 

Rückfragehinweis:

Österreichisches Volksgruppenzentrum

Teinfaltstraße 4, 1010 Wien

Mag. Josef Buranits, LL.M.

Telefon: +43 1 533 1504

 
 
 

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