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Das Österreichische Volksgruppenzentrum: Erneute Beschmierung zweisprachiger Ortstafeln – das ÖVZ warnt vor besorgniserregender Entwicklung und fordert klare politische Reaktionen

  • vor 24 Stunden
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Presseaussendung

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Wien | Bécs | Dunaj | Beč | Viedeň | Vídeň | Betschi, 1. März 2026

 

Redaktion: Innenpolitik, Volksgruppen

 

Das Österreichische Volksgruppenzentrum: Erneute Beschmierung zweisprachiger Ortstafeln – das ÖVZ warnt vor besorgniserregender Entwicklung und fordert klare politische Reaktionen

 

Das Österreichische Volksgruppenzentrum (ÖVZ) verurteilt die jüngsten Beschmierungen der zweisprachigen Ortstafeln in Steinbrunn/Štikapron und Hornstein/Vorištan (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) mit größter Entschiedenheit. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden die kroatischen Ortsbezeichnungen mutwillig mit schwarzer Farbe übermalt. Die betroffenen Gemeinden werden bereits Anzeige erstatteten.

 

Bezug zu Kärnten: Wiederkehrende Angriffe auf zweisprachige Beschilderung


Bereits im Oktober 2025 wurden in Kärnten mehrere zweisprachige Ortstafeln beschmiert und beschädigt. Auch damals richteten sich die Vandalenakte gezielt gegen die slowenischen Ortsbezeichnungen. Das ÖVZ sieht in der aktuellen Tat im Burgenland eine bedenkliche Parallele.

Wenn innerhalb kurzer Zeit in zwei Bundesländern zweisprachige Ortstafeln attackiert werden, ist das kein Zufall, sondern Ausdruck einer Haltung, die Minderheitenrechte infrage stellt.

 

„Ein Angriff auf unsere gemeinsame Identität“ – Präsident Wakounig


ÖVZ-Präsident DDr. Marian Wakounig betont die gesellschaftliche Tragweite der Vorfälle:

„Diese Taten sind ein Angriff auf unsere gemeinsame Identität und auf das friedliche Zusammenleben, das Österreichs Volksgruppen seit Generationen prägt. Zweisprachige Ortstafeln sind sichtbare Symbole unserer Geschichte, unserer Rechte und unseres gegenseitigen Respekts. Wer sie beschädigt, greift die Grundwerte unseres Landes an.“

 

Wakounig verweist darauf, dass die Volksgruppenrechte mit den Bestimmungen zu Ortstafeln verfassungsrechtlich geschützt sind und jede Form von Einschüchterung entschieden zurückgewiesen werden müsse.

 

„Kein Kavaliersdelikt – klare Worte der Politik notwendig“ – Generalsekretär Buranits


ÖVZ-Generalsekretär Mag. Josef Buranits unterstreicht die Notwendigkeit einer deutlichen politischen Reaktion:

„Es handelt sich um kein Kavaliersdelikt. Solche Taten sind Ausdruck einer Geisteshaltung, die wir in Österreich nicht dulden dürfen. Wir erwarten klare Worte und ein unmissverständliches Bekenntnis seitens der Bundesregierung, der Landesregierung und aller politischen Parteien. Die Volksgruppenrechte sind nicht verhandelbar.“

Buranits äußert sich erfreut darüber, dass die Gemeinden rasch im Sinne eines friedlichen Miteinanders die Taten verurteilt und schnell gehandelt haben und dass sie Anzeige erstatten werden. Das ÖVZ begrüßt dieses Vorgehen ausdrücklich und fordert eine konsequente strafrechtliche Verfolgung.

 

Gemeinsamer Zusammenhalt bleibt stärker als jede Schmieraktion

Das ÖVZ schließt sich der Stellungnahme des Koordinationsausschusses der kroatischen Organisationen und Vereinigungen an und sieht in den Vorfällen ein alarmierendes Muster, das über das Burgenland hinausreicht.

Trotz der Vorfälle zeigt sich das ÖVZ überzeugt, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt nicht erschüttert wird:

Die Burgenländerinnen und Burgenländer lassen sich nicht auseinanderdividieren. Unsere Regionen – ob im Burgenland oder in Kärnten – sind geprägt von Vielfalt, Respekt und einem tief verwurzelten Miteinander. Diese Werte werden durch Vandalenakte nicht geschwächt.

 

 

Rückfragehinweis:

Österreichisches VolksgruppenzentrumTeinfaltstraße 4, 1010 Wien

Mag. Josef Buranits, LL.M.

Telefon: +43 1 533 1504


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