Volksgruppenübergreifende wirtschaftliche Zusammenarbeit als Zukunftsmodell

Die autochthonen Volksgruppen Österreichs leisten seit Generationen einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Vielfalt und zur grenzüberschreitenden Vernetzung Europas. Gerade im wirtschaftlichen Bereich eröffnen ihre sprachlichen, kulturellen und historischen Verbindungen wertvolle Möglichkeiten für Kooperationen über Landesgrenzen hinweg. Volksgruppenübergreifende Zusammenarbeit stärkt nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung in den Regionen, sondern schafft auch nachhaltige Netzwerke zwischen Unternehmen, Institutionen und Entscheidungsträgern. Sie zeigt, wie Volksgruppen als Brückenbauer zwischen Ländern und Märkten wirken können und damit einen konkreten Beitrag zu Wachstum, Innovation und europäischer Integration leisten.
Zukunftsperspektiven für den grenzüberschreitenden Warenverkehr im Alpen-Adria-Raum
Am 21. Oktober 2026 fand im Naturhistorischen Museum Wien eine hochrangig besetzte Wirtschaftsveranstaltung zum Thema „Logistik zwischen Österreich und Slowenien – Infrastrukturinvestitionen und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft beider Länder“ statt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Slowenischen Wirtschaftsforum Wien/ Slovenski gospodarski forum Dunaj (SGF), der Slowenischen Wirtschaftsgemeinschaft in Klagenfurt/ Slovenska gospodarska zveza v Celovcu (SGZ) und der Luka Koper. Im Mittelpunkt standen Zukunftsperspektiven für den grenzüberschreitenden Warenverkehr, Investitionen in die Schieneninfrastruktur sowie die Bedeutung leistungsfähiger Verkehrsverbindungen für die wirtschaftliche Entwicklung der Alpen-Adria-Region.
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Präsidenten Marian Wakounig des SGF sowie durch den österreichischen Bundesminister Peter Hanke für Innovation, Mobilität und Infrastruktur. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Logistik und Verkehrssektor diskutierten über die Herausforderungen und Chancen einer engeren wirtschaftlichen Vernetzung zwischen Österreich und Slowenien. Besonders hervorgehoben wurde die zentrale Rolle der Häfen und Bahnverbindungen für die Versorgung österreichischer Unternehmen und die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Region.
v.l.n.r: Marian Wakounig (Präs. SGF), BM Peter Hanke, Christoph Gräsl (CEO, Rail Cargo), Nevenka Kržan (Vorstandsvors. Luka Koper), Dušan Mes (GD Slowenische Bahn), Moderator Sebastjan Šik (Luka Koper)
Trilaterale Kooperation stärkt wirtschaftliche Zusammenarbeit im Alpen-Adria-Raum
Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Unterzeichnung eines trilateralen Kooperationsabkommens zwischen dem Slowenischen Wirtschaftsforum Wien (SGF), der Slowenischen Wirtschaftsgemeinschaft (SGZ) und der Kroatischen Wirtschaftsagentur im Burgenland/Hrvatska gospodarska agencija (HGA). Ziel der Vereinbarung ist es, die wirtschaftliche Zusammenarbeit der Organisationen zu vertiefen, gemeinsame Initiativen zu entwickeln, Wissen auszutauschen und neue grenzüberschreitende Projekte anzustoßen.
v.l.n.r: Marian Wakounig (SGF), Benjamin Wakounig (SGZ) und Stanko Horvath (HGA)
„Infrastruktur verbindet nicht nur Orte. Sie verbindet Menschen, Märkte und wirtschaftliche Chancen. Die Zukunft unserer gemeinsamen Wirtschaftsregion liegt nicht darin, nebeneinander zu agieren, sondern darin, zusammenzuarbeiten.“, betonte Benjamin Wakounig, Präsident der Slowenischen Wirtschaftsgemeinschaft (SGZ) am Schluss der Veranstaltung.
Unter den Gästen: Botschafter der Republik Slowenien Marko Štucin
Gemeinsam die Wirtschaftsräume der Volksgruppen stärken
Die kroatische Wirtschaftsagentur betonte dabei die Chancen, die sich aus einer verstärkten Zusammenarbeit mit den slowenischen Partnerorganisationen ergeben. Im Fokus stehen praxisnahe Projekte, schrittweise Kooperationen sowie die Vernetzung von Unternehmerinnen und Unternehmern mit slowenischen und österreichischen Wirtschaftspartnern. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung bestehender Infrastrukturkorridore und der Hafenstandorte Koper und Rijeka für Handel und Warenverkehr in Mitteleuropa.
Auch aus slowenischer Sicht wird das neue Abkommen als wichtiger Schritt für die Zukunft der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit gesehen. Die drei Organisationen möchten gemeinsame wirtschaftliche Initiativen fördern und die Position der Volksgruppen als aktive Brückenbauer zwischen Österreich, Slowenien und Kroatien weiter stärken. Das trilaterale Abkommen stellt damit ein beispielgebendes Modell dafür dar, wie wirtschaftliche Kooperation über sprachliche und nationale Grenzen hinweg zur Entwicklung der gesamten Region beitragen kann.
Die Veranstaltung machte deutlich, dass wirtschaftliche Zusammenarbeit, moderne Infrastruktur und starke grenzüberschreitende Netzwerke entscheidende Voraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit des Alpen-Adria-Raumes sind. Zugleich unterstreicht sie die wichtige Rolle der Volksgruppenorganisationen als Vermittler zwischen Wirtschaftsräumen, Kulturen und Ländern.
Mediale Verweise:
Fotos: ©OEVZ-Buranits




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